Consulting

•

7 Min.

Social Search – Warum deine Kund:innen dich nicht mehr googeln

Social Search – Warum deine Kund:innen dich nicht mehr googeln

Social Search – Warum deine Kund:innen dich nicht mehr googeln

Spoiler! Sie tippen deinen Namen jetzt bei Instagram und TikTok ein – und wenn da nichts kommt, existierst du für sie nicht.

Spoiler! Sie tippen deinen Namen jetzt bei Instagram und TikTok ein – und wenn da nichts kommt, existierst du für sie nicht.

Olivia Ulbing-Sommeregger

von Olivia Ulbing-Sommeregger

von Olivia Ulbing-Sommeregger

[object Object]

Social Search ist 2026 kein Buzzword mehr, sondern die gelebte Realität auf jedem Handy-Display. Erstmals in der Geschichte der Konsumforschung starten 46 % der Gen Z ihre Produktsuche nicht mehr bei Google, sondern auf Social Media. Bei den Millennials sind es 35 %. Heißt im Klartext, wer 2026 noch glaubt, eine stylische Website plus ein paar Google-Ads reichen, um gefunden zu werden, baut sein Schaufenster gerade in der falschen Straße auf.

Nein, das ist kein Generationen-Gag, den man aussitzen kann. Die Gewohnheit wächst nach oben durch – heute die Gen Z, in zwei Jahren die zahlungskräftigen Millennials, die ihr Verhalten schon längst angepasst haben. Sie betrifft genau die Suchanfragen, an denen Umsatz hängt: Restaurant in der Nähe, Friseur, Steuerberatung, neue Couch, das passende Geschenk.

Ist Instagram das neue Google?

Instagram hat Mitte Juni 2026 angekündigt, originale Inhalte und Karussells im Feed deutlich stärker auszuspielen – und Profi-Tools wie Content-Planung, das Insights-Dashboard und Zugriff auf Trending Audio für alle öffentlichen Accounts freizugeben. Klingt nach einem nerdigen Feature-Update. Ist aber das Gegenteil. Es ist die Plattform, die offen sagt „Wir sind eine Suchmaschine geworden – optimiert eure Inhalte gefälligst dafür.“

Parallel zeigen die aktuellen Zahlen, dass das hier kein TikTok-vs-Google-Duell ist, sondern Multi-Plattform-Suche: 67 % der Gen Z suchen auf Instagram, 62 % auf TikTok – und immer noch 61 % auf Google. Deine Kund:innen suchen also nicht woanders. Sie suchen überall. Und sie erwarten, dich an jedem dieser Orte zu finden – mit konsistenter Antwort, nicht mit einem toten Account, der zuletzt 2023 gepostet hat.

Und der Heimvorteil? Den hast du in Österreich. Laut Jugend-Internet-Monitor 2026 nutzen je 64 % der Jugendlichen TikTok und Instagram, beide mit Tagesnutzungs-Quoten jenseits der 77 %. Ja, in Österreich – das ist deine lokale Zielgruppe, die täglich in der Suchleiste tippt.

Warum das für den kleinen Laden UND den Konzern gilt

Der Reflex lautet gern: „Social Search ist was für Beauty-Brands und Gen-Z-Mode.“ Falsch. Die stärksten Discovery-Kategorien auf Social sind Mode, Beauty, Food & Rezepte – und lokale Dienstleistungen. Genau das, womit die KMU in Salzburg, Linz und Wien ihr Geld verdienen. Wenn jemand „Brunch Salzburg“ in die Instagram-Suche tippt und dein Café taucht nicht auf, gewinnt der Mitbewerber mit dem besser betexteten Reel. Punkt. Es geht nicht um Viralität, es geht um die simple Frage: Bist du da, wenn jemand mit Kaufabsicht sucht?

Für große Marken dreht sich der Hebel ins Strategische: Social Search frisst die klassische SEO-Logik nicht auf, sie verdoppelt sie. Du brauchst Sichtbarkeit auf der Google-SERP und in der TikTok-Suche und in den KI-Antworten, die sich ihre Quellen aus genau diesen Kanälen ziehen. Das ist kein Kanal-Thema mehr, es ist Visibility-Architektur. Und sie gehört auf die Geschäftsleitungs-Folie, nicht ins Social-Media-Praktikums-Backlog. Wer das Budget weiter zu 90 % in eine Website steckt, die nur noch ein Teil der Customer Journey ist, optimiert in die Vergangenheit.

Der GEO-Faktor: Wenn die KI deine Postings als Quelle zitiert

Jetzt der Teil, den die meisten noch unterschätzen. Generative Engines – also ChatGPT, Gemini, Claude und Co. – ziehen sich ihre Empfehlungen zunehmend aus öffentlich auffindbaren, gut strukturierten Inhalten. Und Social-Content mit klarer Suchintention, sauberen Captions und echten Bewertungen ist genau so eine Quelle. GEO (Generative Engine Optimization) und Social Search sind zwei Seiten derselben Medaille: beide belohnen Inhalte, die eine konkrete Frage quoteable beantworten. Wer heute für die Social-Suche optimiert, baut nebenbei die Sichtbarkeit in der KI-Antwort von morgen auf. Doppelter Hebel, ein Aufwand – das ist der eigentliche Grund, warum wir das Thema gerade so weit oben auf die Agenda holen.

So machst du deine Marke auffindbar – in 5 Schritten

  1. Behandle jede Plattform wie eine Suchmaschine. Keywords gehören in gesprochene Captions, in den On-Screen-Text, in Hashtags und Alt-Texte. „Sommer-Vibes ☀️“ wird nicht gesucht. „Veganer Brunch Linz“ schon.

  2. Baue Antwort-Content, keine Image-Postings. Was tippen Kund:innen vor dem Kauf ein? Mach aus jeder echten Frage ein kurzes Video. Das ist die Social-Variante von SEO – Suchintention schlägt Hochglanz.

  3. Original schlägt Repost. Instagram bevorzugt jetzt aktiv originale Inhalte und Karussells. Reposte fremde Reels weiter und du sortierst dich selbst aus dem Ranking.

  4. Kommentare sind dein Conversion-Hebel. 69 % der Gen Z nennen Kommentare und Bewertungen als kaufentscheidend. Moderiere sie wie eine Produktseite, nicht wie lästige Pflicht.

  5. Miss Auffindbarkeit, nicht Eitelkeit. Reichweite aus „Suche“ und „Explore“ in den Insights ist deine neue KPI. Likes sind hübsch, gefunden werden zahlt die Rechnung.

Genau diese Visibility-Architektur ziehen wir bei oha! gerade mit Kund:innen auf. Weg vom „Wir posten halt regelmäßig“, hin zu „Wir werden für die richtigen Suchanfragen gefunden – auf Google, in der App und in der KI-Antwort.“ Wenn du wissen willst, wo deine Marke bei der Social-Suche gerade steht, ist das ein Fall für unser Online Consulting.

Lass uns reden

Wirst du gefunden oder nur gescrollt?

Wir checken, für welche Suchanfragen deine Marke auf Instagram, TikTok & Google sichtbar sein muss – und bauen die passende Visibility-Strategie. Konkret, messbar, ohne Buzzword-Bingo.

Wir checken, für welche Suchanfragen deine Marke auf Instagram, TikTok & Google sichtbar sein muss – und bauen die passende Visibility-Strategie. Konkret, messbar, ohne Buzzword-Bingo.

Let's talk

→

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Social Search

Was bedeutet Social Search überhaupt?

Social Search beschreibt das Verhalten, direkt in Apps wie Instagram, TikTok oder YouTube nach Produkten, Orten und Antworten zu suchen statt bei Google. 2026 starten 46 % der Gen Z ihre Produktsuche auf Social Media. Plattformen funktionieren damit faktisch wie Suchmaschinen – mit eigener Ranking-Logik.

Betrifft Social Search auch B2B und kleine Unternehmen?

Ja. Eine der stärksten Discovery-Kategorien sind lokale Dienstleistungen – also genau das KMU-Geschäft. Im B2B verlagert sich die Recherche zunehmend auf LinkedIn und YouTube. Wer dort für relevante Suchbegriffe nicht auftaucht, ist im Entscheidungsprozess unsichtbar, egal wie gut die Website ist.

Ersetzt Social Search die klassische Google-SEO?

Nein. Die aktuellen Zahlen zeigen Multi-Plattform-Suche: Instagram (67 %), TikTok (62 %) und Google (61 %) liegen bei der Gen Z fast gleichauf. Social Search ergänzt SEO, ersetzt es nicht. Sinnvoll ist eine Visibility-Strategie über Website, Social-Plattformen und KI-Antworten hinweg.

Wie optimiere ich meine Postings für die Suche in Apps?

Denk in Suchintention statt in Image: relevante Keywords in gesprochene Captions, On-Screen-Text, Hashtags und Alt-Texte. Beantworte echte Fragen deiner Zielgruppe in kurzen Videos, setze auf originale Inhalte statt Reposts und moderiere Kommentare aktiv – 69 % der Gen Z nennen sie als kaufentscheidend.

Welche Kennzahl zeigt, ob Social Search funktioniert?

Statt Likes zählt die Reichweite aus den Quellen „Suche“ und „Explore“ in den Plattform-Insights sowie Profilaufrufe und gespeicherte Beiträge. Diese Werte zeigen, ob du tatsächlich gefunden wirst – und nicht nur von bestehenden Follower:innen gesehen.

Was kostet der Einstieg in eine Social-Search-Strategie?

Der erste Schritt kostet vor allem Strategie, nicht Budget: eine Bestandsaufnahme, für welche Suchbegriffe deine Marke auffindbar sein muss, und ein Content-Format, das Suchintention bedient. Bei oha! starten wir das über Online Consulting und setzen es dann im laufenden Social-Media-Management um.

Olivia Ulbing-Sommeregger

Geschrieben von

Olivia Ulbing-Sommeregger

Olivia Ulbing-Sommeregger

Founder & CEO, oha! digital

Olivia Ulbing-Sommeregger ist Gründerin und Geschäftsführerin von oha! digital, einer Agentur für Social Media, Performance Marketing und KI mit Sitz in Salzburg. Seit 2018 begleitet sie Unternehmen im DACH-Raum – vom KMU bis zu Marken wie Bankhaus Spängler und Miele Professional – bei Strategie, Content und Werbung auf Meta, TikTok, LinkedIn und Google. Sie ist Co-Autorin des Rheinwerk-Fachbuchs „Follow me! Erfolgreiches Social Media Marketing“ (7. Auflage 2025) und hat den WIFI-Diplomlehrgang für CSR, ESG und Nachhaltigkeitsmanagement abgeschlossen. Ihr Anspruch: Klartext statt Agentur-Bla.

← Alle Klartext-Beiträge

Ready when you are!

Let’s make your
digital story work.

Erzähl uns kurz, was du vorhast.
Das erste Gespräch kostet nichts.