AI, Social Media

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KI-Kennzeichnung auf Social Media – ab 2. August ist Schummeln vorbei

KI-Kennzeichnung auf Social Media – ab 2. August ist Schummeln vorbei

KI-Kennzeichnung auf Social Media – ab 2. August ist Schummeln vorbei

KI-Kennzeichnung auf Social Media wird in wenigen Tagen von Kür zu Pflicht. Ab 2. August 2026 gilt EU-weit Artikel 50 des AI Act, offiziell bestätigt von der Europäischen Kommission – wer KI-generierte Bilder, Videos …

KI-Kennzeichnung auf Social Media wird in wenigen Tagen von Kür zu Pflicht. Ab 2. August 2026 gilt EU-weit Artikel 50 des AI Act, offiziell bestätigt von der Europäischen Kommission – wer KI-generierte Bilder, Videos …

Olivia Ulbing-Sommeregger

von Olivia Ulbing-Sommeregger

von Olivia Ulbing-Sommeregger

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Kurz & knapp

  • Ab 2. August 2026 gilt EU-weit Art. 50 AI Act: täuschend echte KI-Inhalte müssen erkennbar sein.

  • Rechtlich reicht oft weniger als du denkst – menschlich geprüfte Alltagsposts sind laut WKO meist ausgenommen.

  • Die Plattformen sind strenger als das Gesetz: Meta, TikTok und Pinterest erkennen KI-Content automatisch per Metadaten.

  • 85% der Österreicher:innen fordern laut Marketagent-Studie 2026 eine klare Kennzeichnung.

  • oha! digital hat die Regeln für Meta, YouTube, LinkedIn, TikTok und Pinterest plus Checkliste im kostenlosen Whitepaper zusammengefasst.

02.08.2026

02.08.2026

02.08.2026

EU AI Act Art. 50 (Kennzeichnungspflicht) tritt in Kraft

EU AI Act Art. 50 (Kennzeichnungspflicht) tritt in Kraft

85%

85%

85%

Österreicher:innen fordern klare KI-Kennzeichnung (Marketagent, 2026)

Österreicher:innen fordern klare KI-Kennzeichnung (Marketagent, 2026)

58%

58%

58%

sehen regelmäßig KI-Inhalte auf Social Media (Marketagent, 2026)

sehen regelmäßig KI-Inhalte auf Social Media (Marketagent, 2026)

23%

23%

23%

fühlen sich sicher, KI-Content zu erkennen (Marketagent, 2026)

fühlen sich sicher, KI-Content zu erkennen (Marketagent, 2026)

Was ändert sich ab 2. August 2026 wirklich?

Artikel 50 des AI Act verlangt, dass KI-generierte oder wesentlich veränderte Bild-, Audio- und Videoinhalte maschinenlesbar als solche erkennbar sind – und zwar dann, wenn sie realistisch wirken, also echte Personen, Orte oder Ereignisse zeigen oder vortäuschen. Die Wirtschaftskammer Österreich präzisiert das für heimische Betriebe: Kennzeichnungspflicht besteht vor allem bei „täuschend echten“ Inhalten und bei Texten zu öffentlichen Themen, die ohne menschliche Prüfung automatisch veröffentlicht werden. Reine Produktionshilfe – Schnitt, Farbkorrektur, Textvorschläge, Hashtag-Generierung – fällt nicht darunter.

Praktisch bedeutet das: Ein von einem Menschen geprüfter und verantworteter Social-Media-Post fällt oft gar nicht unter die gesetzliche Pflicht. Die Plattformen selbst sind aber längst strenger als das Gesetz. Meta, TikTok und Pinterest erkennen KI-Content inzwischen automatisch per Metadaten – unabhängig davon, ob eine gesetzliche Pflicht besteht oder nicht. Wer sich nur am gesetzlichen Minimum orientiert, wird von der Plattform trotzdem erwischt.

Wer muss sich das wirklich merken – Solo-Posterin oder Konzern-Compliance-Team?

Beide, nur aus unterschiedlichen Gründen. Wer als Einzelunternehmerin oder kleines Team täglich postet, nutzt KI längst für Bildideen, Untertitel oder erste Textentwürfe – und merkt oft gar nicht, dass Meta undeklarierten KI-Content inzwischen aktiv als Ablehnungsgrund bei Anzeigen führt. Die gute Nachricht laut WKO: Die meisten alltagstäglichen, menschlich geprüften Social-Media-Inhalte lösen keine gesetzliche Kennzeichnungspflicht aus. Die schlechte Nachricht: Das schlägt sich nicht automatisch auf die Plattform-Regeln nieder, die oft strenger sind.

Für größere Unternehmen und Marken skaliert das Risiko. Mehrere Teams, mehrere Kanäle, mehrere Freigabeprozesse – ohne einheitliche Formulierung und Platzierung der Kennzeichnung entsteht schnell Wildwuchs zwischen Abteilungen. Genau hier zahlt sich eine zentrale Guideline aus: ein Team, eine Formulierung, ein Freigabeprozess über alle Kanäle hinweg – das ziehen wir bei oha! gerade mit mehreren Kund:innen durch, bevor der 2. August zum Stress wird.

Wie kennzeichnest du KI-Content auf Meta, YouTube, LinkedIn, TikTok und Pinterest richtig?

Jeder Kanal tickt anders. Bei Meta setzt das System bei Facebook- und Instagram-Ads automatisch ein „AI Info“-Label, sobald Tools wie Background Generation oder Image Generation im Ads Manager genutzt werden oder C2PA-Metadaten von Drittanbieter-Tools erkannt werden – für Ads ist die Deklaration verpflichtend. Bei YouTube aktivierst du beim Hochladen im Studio den Toggle „Altered or synthetic content“, YouTube ergänzt danach automatisch ein Label in der Videobeschreibung. LinkedIn hat kein technisches Label-Tool, hier gilt reine Selbstdeklaration im Text oder als Hashtag. Bei TikTok gibt es den Toggle „AI-generated content“ – einmal automatisch per C2PA gesetzt, lässt sich das Label im Nachhinein nicht mehr entfernen. Pinterest scannt Bilder automatisch auf KI-Signale und setzt bei Erkennung ein „Gen AI“-Label direkt auf dem Pin.

Plattform

Wie kennzeichnen

Betrifft Ads

Meta (FB/IG)

Automatisches „AI Info“-Label per C2PA oder manuelle Angabe

Ja, verpflichtend

YouTube

Toggle „Altered or synthetic content“ beim Upload

Indirekt über Content-Regeln

LinkedIn

Nur manuell im Text, kein automatisches Label

Nicht separat geregelt

TikTok

Toggle „AI-generated content“ oder automatische C2PA-Erkennung

Ja

Pinterest

Automatisches „Gen AI“-Label per Metadaten-Scan

Ja

Wie baust du KI-Kennzeichnung in deinen Redaktionsplan ein?

  1. Frag bei jedem Asset: Ist KI-generiertes oder wesentlich verändertes Material enthalten – Bild, Video, Stimme?

  2. Prüf den Realismus: Könnte es für eine echte Person, einen echten Ort oder ein echtes Ereignis gehalten werden?

  3. Setz den Kanal-Toggle, wo es einen gibt: Meta AI Info, YouTube Altered/Synthetic Content, TikTok AI-generated Content.

  4. Ergänz auf LinkedIn und Pinterest zusätzlich einen Text-Hinweis in Caption, Pin-Titel oder Beschreibung.

  5. Bei Ads und Branded Content: zweiten Toggle prüfen und die Anzeigen-Freigabe im Blick behalten.

  6. Formulierung im Team fixieren: gleiche Wortwahl, gleiche Platzierung, über alle Kanäle hinweg konsistent.

Ist Kennzeichnung ein Vertrauens-Booster oder ein Show-Stopper?

Laut Marketagent-Studie vertrauen 54 Prozent der Österreicher:innen KI-lastigen Inhalten inzwischen weniger, 47 Prozent prüfen kritischer nach. Gleichzeitig fordern 85 Prozent eine klare Kennzeichnung. Das ist kein Widerspruch, das ist die Rechnung: Wer offen kennzeichnet, verliert kein Vertrauen – wer es nicht tut und auffliegt, schon. 71 Prozent der Befragten nehmen laut derselben Studie bereits eine spürbare Zunahme an belangloser KI-Content-Flut wahr, und genau davon wollen sich Marken mit sauberer Kennzeichnung unterscheiden.

Unsere Empfehlung bei oha! digital deckt sich deshalb mit dem, was viele Kund:innen ohnehin umsetzen wollen: KI-Nutzung immer aktiv selbst kennzeichnen, unabhängig davon, was der einzelne Kanal technisch verlangt oder das Gesetz im Einzelfall vorschreibt. Doppelt gekennzeichnet ist nie ein Problem, nicht gekennzeichnet schnell eines.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Ab wann gilt die KI-Kennzeichnungspflicht in der EU?

Ab 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 des EU AI Act. Generative KI-Systeme, die bereits vor diesem Datum am Markt waren, haben laut der Omnibus-Einigung vom Mai 2026 bis 2. Dezember 2026 Zeit, die maschinenlesbare Kennzeichnung technisch umzusetzen.

Muss ich jeden mit KI erstellten Social-Media-Post kennzeichnen?

Rechtlich nicht zwingend. Laut Wirtschaftskammer Österreich besteht eine Kennzeichnungspflicht vor allem bei täuschend echten Inhalten und bei automatisch veröffentlichten Texten zu öffentlichen Themen. Von einem Menschen geprüfte und verantwortete Alltagsposts fallen meist nicht darunter – die Plattform-Regeln können trotzdem strenger sein.

Wie kennzeichne ich KI-Content auf Meta, TikTok, YouTube, LinkedIn und Pinterest?

Meta und TikTok bieten automatische Labels per C2PA-Metadatenerkennung sowie manuelle Toggles beim Posten. YouTube nutzt den Toggle „Altered or synthetic content“ im Studio. Pinterest scannt Bilder automatisch auf KI-Signale. LinkedIn hat kein technisches Tool, hier erfolgt die Kennzeichnung manuell im Text oder als Hashtag.

Was passiert, wenn ich KI-Content nicht kennzeichne?

Bei Meta ist nicht deklarierter KI-Content in Ads mittlerweile ein aktiver Ablehnungsgrund bei der Anzeigenprüfung. Bei TikTok kann ein automatisch gesetztes Label im Nachhinein nicht mehr entfernt werden. Zusätzlich drohen bei Verstößen gegen die EU-weite Transparenzpflicht rechtliche Konsequenzen nach Artikel 50 AI Act.

Reicht ein Text-Hinweis, oder brauche ich technische Tools?

Auf Kanälen mit eigenem Label-Tool (Meta, YouTube, TikTok, Pinterest) sollte zusätzlich zum Text-Hinweis der jeweilige Toggle beziehungsweise die automatische Erkennung genutzt werden. Auf LinkedIn reicht aktuell ein klarer Text-Hinweis im Post oder als Hashtag, da es kein automatisches Label gibt.

Betrifft die Kennzeichnungspflicht auch bezahlte Werbung?

Ja, besonders dort. Bei Meta ist die Kennzeichnung für Ads verpflichtend und läuft automatisiert über die im Ads Manager genutzten Tools. Auch bei TikTok betrifft die Regelung organische Posts, Branded Content und bezahlte Anzeigen gleichermaßen.

Quellen

Olivia Ulbing-Sommeregger

Geschrieben von

Olivia Ulbing-Sommeregger

Olivia Ulbing-Sommeregger

Founder & CEO, oha! digital

Olivia Ulbing-Sommeregger ist Gründerin und Geschäftsführerin von oha! digital, einer Agentur für Social Media, Performance Marketing und KI mit Sitz in Salzburg. Seit 2018 begleitet sie Unternehmen im DACH-Raum – vom KMU bis zu Marken wie Bankhaus Spängler und Miele Professional – bei Strategie, Content und Werbung auf Meta, TikTok, LinkedIn und Google. Sie ist Co-Autorin des Rheinwerk-Fachbuchs „Follow me! Erfolgreiches Social Media Marketing“ (7. Auflage 2025) und hat den WIFI-Diplomlehrgang für CSR, ESG und Nachhaltigkeitsmanagement abgeschlossen. Ihr Anspruch: Klartext statt Agentur-Bla.

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